Verselbständigungsgruppe

Eine unserer familienanalogen Gruppen arbeitet mit dem Schwerpunkt der Verselbständigung (St. Josef). Zielgruppe sind Jugendlichen und junge Erwachsenen. Für die intensive Betreuung stehen neun Plätze in der familienanalogen Wohngruppe zur Verfügung. In der Regel ist diese Form der Betreuung ein letzter Schritt zur Ablösung aus der Heimerziehung.

Wir bieten

  • Beratung und Begleitung, um Jugendliche und junge Erwachsene als kompetente Mitglieder unserer Gesellschaft zu integrieren
  • Tagesstruktur, verbindliche Beziehungsarbeit und Erleben von Selbstwirksamkeit
  • Mobilisierung, Stärkung und Festigung der Ressourcen der jungen Mensche
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Anleitung zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung
  • Partizipation
  • Jugendlichen in der Ablösungsphase Unterstützung bei der Wohnungssuche und dem damit verbundenen Auszug
  • Hilfe bei Ämter-Angelegenheiten

Zielsetzung

  • Schaffung einer familiären Atmosphäre
  • soziale und emotionale Stabilisierung
  • Entwickeln von Konfliktlösungsstrategien
  • Vertrauensaufbau / Ich-Stärkung
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Förderung der Motivation, die Schule zu besuchen und einen Abschluss zu erlangen
  • Soziale Integration
  • Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit sich selbst und der eigenen Sexualität
  • Sensibilisierung für die Bedürfnisse und Grenzen anderer
  • Erziehung zur Autonomie
  • Berufliche Orientierung
  • Entwickeln von Lebenskompetenzen zur Vermeidung von kriminellen Karrieren oder Suchtverhalten
  • Respektvolles Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme
  • Erfolgreicher Übergang in die Berufsausbildung und/oder ein selbständiges Leben, optional mit einem niederschwelligen Betreuungsaufwand

Pädagogisches Handeln

  • Für die Rund-um-die-Uhr-Betreuung steht ein multiprofessionelles Team bereit
  • Die Kompetenzen der Mitarbeiter liegen vorrangig in einer professionellen Beziehungsarbeit, in der bewusst mit Nähe und Distanz umgegangen wird
  • Die Mitarbeiter arbeiten nach dem systemischen Ansatz
  • Auf die verschiedenen Problemlagen der Jugendlichen wird individuell und lösungs- wie auch ressourcenorientiert eingegangen
  • Das Fokussieren auf das Positive, auf die Stärken und auf bereits gelingendes Handeln eröffnet einen Raum zur Aufarbeitung des Erlebten sowie die Entwicklung einer lebensbejahenden Grundhaltung.
  • Die Förderung der Eigenverantwortung der jungen Menschen ist eine wichtige Grundlage. Sie werden in den Alltag der Regelgruppe integriert und an einen strukturierten Tagesablauf herangeführt
  • Den Bewohnern werden lebenspraktische Kenntnisse vermittelt. Die jungen Menschen sollen soweit wie möglich von fremder Hilfe unabhängig werden. Das Lernen im Alltagshandeln und in der Gemeinschaft ist dabei von großer Bedeutung. Entsprechend ihres Alters bringen sich die Bewohner in die Gestaltung des Gruppenalltags ein.
  • Sie erhalten eine individuelle Förderung auf ihrem schulischen Weg bzw. in Bezug auf ihre Berufsvorbereitung oder Berufsausbildung. Wir bieten eine ruhige, individuelle Lernatmosphäre. Es bestehen regelmäßige Kontakte zu Schulen und Ausbildungsstätten.
  • Die erforderlichen therapeutischen Angebote außerhalb der Wohngruppe sowie Möglichkeiten der Nachhilfe werden bei Bedarf wahrgenommen.
  • Das Abendessen wird, ebenso wie das Frühstück, gemeinsam in der Wohngruppe zubereitet und eingenommen.
  • Wichtige Ereignisse im Jahreslauf sind Feste, wie Geburtstage und Weihnachten, und die Ferienfreizeiten, die mit der ganzen Wohngruppe durchgeführt werden.
  • In den Bereichen Haushaltsführung, Umgang mit Geld und Freizeitgestaltung werden die Jugendlichen von den Fachkräften angeleitet, zunehmend mehr Verantwortung zu übernehmen
  • Basis sind Ziele auf Grundlage der Erziehungs- und Hilfeplanung, die individuell für und mit jedem Jugendlichen entwicklungs- und bedarfsspezifisch formuliert, dokumentiert und umgesetzt werden.

Für junge Erwachsene, die nach unserer Auffassung die persönlichen Voraussetzungen dazu besitzen, können wir auch eine Übergangsnachbetreuung als Zusatzleistung außerhalb des Kinderheimes anbieten.